Exildiscount. A boy named Drew. Tanzmusik und Sounddesign aus Berlin.

A guy named Drew. Tanzmusik und Sounddesign aus Berlin.



Alternative House/Techno. Indie Rock. Fancy Pop.

Soundlogos. Sounddesign. Filmmusik.



Booking contact: exildiscount@arcor.de


Mittwoch, 17. Dezember 2014

Vorfreude … Paris Haze – H.A.Z.E. (Exildiscount Remix)



Es gibt da mindestens eine Sache, die dafür sorgt, dass mir dieses Jahr nicht schnell genug zuende gehen kann: am 9. Januar 2015 erscheint nämlich mein neuer Remix für Paris Haze auf System UK Digital. Folgender Teaser lässt schon erahnen, wohin die Reise geht… aber glaubt mir, es geht noch viel weiter!


Dienstag, 9. Dezember 2014

Hildesheim Light Night Shopping 2014 – Klick/Miau

Auch dieses Jahr fand am letzten Freitag im Oktober in Hildesheim wieder das Event Light Night Shopping statt, und wieder durfte ich Musik und Sounddesign für computeranimierte Bilder beisteuern, die auf die Fassade des Rathauses projiziert wurden. Diesmal waren es sogar zwei kurze Filme.


Miau ist angelehnt an die Hildesheimer Legende vom Katzenbrunnen:



Und in Klick geht es dann sozusagen "retro-futuristisch" zu:



Animation: Thomas Schmidt
Musik & Sounddesign: Exildiscount
Produktion: MediaPlus.X

Dienstag, 25. November 2014

Cloudcast – Exildiskothek November 2014



Her mit dem schönen Leben.

Ich möchte Teil keiner Jugendbewegung sein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr und so. Das Fernsehen spricht den Spießer heilig und schielt mal wieder weit über das Ziel hinaus. Eine Auffahrt aus Sternenstaub und im Keller spukt es heimlich. Und wenn der Schritt nach vorn zu weit ist, verstellt man ihn sich dankbar mit ein bisschen Alltag.

Wer braucht schon südlichere Tage? Die Nacht ist herrlich schattig und beheizt und voller schöner Menschen. Und im Kamin sammelt sich die Asche der Brücken hinter uns. Wenn wir Glück haben, baut uns Phönix morgen schon ein Schloss aus Diamant.





John Tejada (Farther And Fainter)
Matador (Korrado)
Gary Martin (Synthotika)
Alessio Mereu (Sore – John Tejada Remix)
Planningtorock (Living It Out – Jackson Remix)
Tom Trago (The Elite)
Junior Boys (No Kinda Man – Jona Remix)
D.I.M. (Scoping)
Dusky (Inta)
Duke Dumont (Slow Dance)
Sharooz (Rouge)
Childhood (Falls Away – Jack Savidge Remix)
Funk D’Void (The Duke – Chymera Mix)
Ralphi Rosario (You Used To Hold Me)

Montag, 22. September 2014

Cloudcast – Exiltechnothek September 2014


Trust Me. I’m lost.
Flucht nach vorn, wo auch immer das liegt. Und plötzlich sitzt man auf einem Fahrrad und lässt sich vom Wind durch die Straßen Hamburgs jagen. Wenn man nirgends hin will, kommt man ständig an. Auf Baustellen zum Beispiel, die so wirken, als seien sie Installationen für die Ewigkeit, die aus bloßer Schadenfreude die Maske des Fortschritts tragen. Betreten verboten. Hier gibt es nichts zu sehen.
Ach. Und überall Menschen, die schon von ihrer eigenen Perspektive viel zu satt sind.
In den Ohren wieder das betäubend dunkelbraune Rauschen des Fahrtwinds. Niemand kann für immer bleiben, und der Weg ist das Exil. Im Himmel die Möwen streiten sich und ich habe keine Ahnung, warum. Es wird Zeit, langsam dunkel und gleichgültig. Her mit dem schönen Leben.






Owen Pallett (Song For Five & Six – Ada remix)
Marseille (Sin)
Subgate (Distortion – Ladies On Mars Remix)
Deep Dish (Quincy)
Maxime Dangles (Epur)
Zoo Brazil & Obsession (Pastil – Florian Meindl Remix)
S.T.O.N.E.D. (Dream Intruders)
Moderat (Bad Kingdom – Marcel Dettmann Remix)
Dast (Architect – Oliver Deutschmann Remix)
Delta Funktionen (Redemption)
joeFarr (Roller4T1)
Andee Jay (Do Not Fuck My Bread)
Electrosexual (Tempelhof – David Carretta Remix)
Ashworth (Boa)

Montag, 21. Juli 2014

Mont Royal "Monster In Me" (EP) – inkl. Exildiscount Remix

Photo: Kai von Kröcher – Make Up/Hair: Bastian Russ – Image editing: Thomas Schmidt
Meine Freunde von Mont Royal haben vor kurzem auf Killerrrec ihre neue EP "Monster In Me" veröffentlicht. Mit Remixen von Dualesque, Theatre of Delays und Exildiscount!


Zu kaufen/anzuhören bei Beatport, iTunes, Amazon, Spotify und Deezer.

So They Say (Demo)

Es ist dunkel, die Luft ist stark verraucht. Eine Person sitzt allein am Tisch und widmet sich einem starken Getränk. Vom Raum ist bei diesen Lichtverhältnissen nicht viel zu sehen, aber man kann vereinzelt ähnliche Gestalten vermuten, in sicherem Abstand zueinander. Niemand scheint auch nur irgendetwas außerhalb seiner selbst wahrzunehmen.

In diese Stille dringt der Klang einer Trompete. Ob aber irgendwo außerhalb des Blickfelds wirklich jemand steht und sie spielt oder ob sie nur der Einbildung des Protagonisten entstammt, bleibt offen. Ihre Melodie folgt der Schwerkraft und erzählt vielleicht vom Regen, der ungebremst durch das trübe Licht der Straßenlaternen fällt und auf den Straßen große Pfützen bildet, durch die in dieser Gegend um diese Uhrzeit niemand läuft.

Ab und zu klingt es fast nach einem kleinen Hoffnungsschimmer. Doch diese Passagen sind nur kurz und nicht mehr als Erinnerungen an vergangene Zukunftsträume, an die man nicht mehr glaubt. Der Frieden ist gemacht. Nebenan stellt der Barkeeper ohne große Eile die Stühle hoch.




(Die Komposition entstand im Rahmen meines Tonmeister-Studiums als Projektarbeit für den Kurs Musikkomponist.)

Donnerstag, 20. März 2014

Alternativlos

© Exildiscount, 2014

Der Weg des geringsten Widerstandes ist kilometerdick mit Angst und Dummheit gepflastert.

Ich bin Feminist, weil ich weiß, was ich darunter verstehe.
Wer denken kann und sich zu denken traut, braucht zum Leben keine Angst und keinen Populismus.

Mittwoch, 12. März 2014

2 cents and a kiss. Wie bei Inception, nur anders.



Als ich vorhin nach Hause kam und kurz einen Blick ins soziale Netzwerk warf, überkam mich ein Grinsen, gefolgt von dem Verlangen, dieses in ein paar Worte zu fassen.
Auslöser waren die Unmengen von sprichwörtlichen 2 cents, die sich im Newsfeed oder wie man das nennt mal wieder zu kleinen Häufchen türmten. Und ganz am Anfang war da ein Video, das scheinbar fremde Leute dabei zeigte, wie sie sich je paarweise gegenüberstanden und nach und nach die Scham zu überwinden versuchten, die entsteht, wenn man Intimität zulassen soll, ohne sich vorher kennengelernt zu haben.

In den letzten Tagen wurde dieses Video in meinem Netzwerkbekanntenkreis immer und immer wieder gepostet, meistens mit einem kurzen Kommentar der Rührung, der Belustigung oder der Sehnsucht. Irgendwann habe auch ich es mir angesehen, und ja, auch ich musste lächeln und war heiter. Weil es mir eine Schadenfreude in ihrer positivsten Variante war, zu beobachten, wie Menschen an ihre Grenzen stoßen und diese für einen Moment überwinden. Weil es sich um eine Art Harmonie mit Hindernissen handelte in dem Sinne, dass die Grenzüberschreitung geplant, abgesprochen und vor allem in zwei Richtungen geschah: Jeder brach mit Erlaubnis durch die Mauer des Anderen, musste zuvor aber erst seine eigene überwinden, und die ist vielleicht sogar noch viel dicker.

Natürlich wurden schon nach relativ kurzer Zeit auch Stimmen laut, die genervt waren von dem Geknutsche. Sei es, weil sie selbst zu sehr mit Liebeskummer beschäftigt waren, weil sie grundsätzlich nicht gerne knutschen (oder zumindest nicht gerne dabei zusehen, wenn andere es tun) oder weil sie sich gerne darüber aufregen, wenn so viele Menschen dasselbe tun. Also nicht knutschen, sondern ein Video toll finden und das in Netzwerken mitteilen.

Jetzt kriegen diese Stimmen auch noch Rückenwind und nehmen so richtig Fahrt auf, weil Medien wie BLN.FM oder die Blogrebellen nicht ganz unrichtig darauf hinweisen, dass es sich bei all den speichelintensiven Spontanannäherungen vor laufender Kamera nicht einfach um "echte" Kunst handelt (im Sinne von Kunst um ihrerselbst willen, aber was genau heißt das schon?), sondern um Werbung. Um virales Marketing für eine Modemarke. (Das sagen jedenfalls die Blogrebellen, und ich glaube ihnen, weil ich zu faul und/oder unter Zeitdruck bin, mehr als nötig für meine 2 cents zu recherchieren.)

All das finde ich für sich schon halbwegs unterhaltsam. Der tatsächliche und endgültige Auslöser meines Grinsens war aber die im BLN.FM-Artikel aufgeworfene Frage, was genau die Botschaft war, die der Auftraggeber über den Clip verbreiten wollte. Nicht weil ich die Frage doof finde und eine auf der Hand liegende Antwort darauf habe – nein, mein Grinsen war keineswegs ein überhebliches –, sondern weil es mich auf einen meiner Meinung nach interessanten weiterführenden Gedanken brachte.

Wenn ich die Sache mit dem viralen Marketing richtig verstehe (und da bin ich mir gar nicht mal unbedingt sicher, aber meine Vermutung reicht mir vorerst), dann geht es darum, möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen, ohne aber als nach Aufmerksamkeit heischend wahrgenommen zu werden. Auf jeden Fall nicht auf den ersten Blick. Je etablierter und präsenter diese Form des Werbens aber wird, desto eher wird sie Unmut erzeugen unter denen, die sie zu durchschauen glauben. Und jetzt kommen wir endlich zu dem in der Überschrift erwähnten Film Inception. Dort geht es ja um das Sicheinschleusen in anderer Leute Träume, und da manche jener Leute sich dieser Gefahr bewusst sind, muss man einige Ebenen tiefer gehen, also Träume in Träumen in Träumen und so weiter entwerfen.

Vielleicht habe ich jetzt mit meinen 2 cents im Leser ganz große Erwartungen aufgebaut, sodass meine Pointe nur noch völlig überbewertet und bedeutungslos erscheinen kann. Aber es ist nun mal so: Ich bin kein großer Fan der Sache namens Marketing. Weil Marketing meiner Meinung nach zu oft eingesetzt wird, um weniger gehaltvolle Güter o.ä. als das Nonplusultra anzupreisen, während wirkliche Qualität und großer Inhalt grau und fad und anstrengend erscheinen. Ich weiß aber auch, dass es ganz ohne Marketing nicht geht und dass es auch hier einen gesunden Mittelweg geben muss, wie man ehrliche Inhalte hübsch verpacken kann, ohne laut und nervig und viel zu bunt zu sein.

Auf jeden Fall musste ich anerkennend grinsen, weil der Auftraggeber des Knutschvideos sich so gekonnt im Hintergrund gehalten hat, dass die Botschaft (vielleicht auch nur jene, dass es eine Firma mit diesem Namen gibt) erst dann zutage trat, als das Werk seine volle Wirkung entfaltet hatte. Denn der Backlash gehört zum Hype dazu. Überrasche die Welt mit einer positiven Botschaft und du wirst in kürzester Zeit Feinde haben. Ich will auch gar nicht über Neid oder sonstige Gründe spekulieren, sondern bloß diese Tatsache festhalten. Eine Firma, die einen viralen Hype erzeugt, wird also wie auch auf dem gewöhnlichen Werbeweg Antipathien wecken. Indem man sich aber so weit zurückhält, dass zwischen der Firma (und ihren Produkten) und dem Clip oder dergleichen keine erkennbare Verbindung besteht, dann sagt man vielleicht so etwas wie: "Guckt mal, hier habt ihr ein bisschen Cat Content." Oder so. Und flüstert beim Weggehen seinen Namen, als wäre er nicht weiter wichtig.

Zwischen all dem begeisterten Frohlocken des Hypes wird der Name ungehört untergehen. Da die Skepsis, die quasi im sich abkühlenden Backlash verstärkt zu Wort kommt, genau hinhört, wird am Ende sie, wird also die Kritik den Namen/die Botschaft verbreiten. Und dadurch, das ist zumindest mein Gedanke, kann man dieser Botschaft nur zu einem Bruchteil die schlechte Absicht vorwerfen, hätte schon der Hype sie verbreitet. Und das finde ich klug, darüer musste ich grinsen.

Zur Aufheiterung zum Schluss aber noch ein tolles Video. Also eigentlich nur ein tolles Lied mit nicht wirklich tollem Video. Aber als Musikstück einer meiner absoluten Lieblinge des letzten Jahres. Ellen Allien im Snuff Crew Remix: The Kiss.